Informations-Steckbrief - Somalia 
Reise- und Sicherheitshinweise (Reisewarnung) des Auswärtigen Amtes vom 26.11.2025 - Aktuelles: Seit dem 1. September 2025 hat Somalia die Pflicht zur Beantragung eines elektronischen Visums eingeführt (sog. eTAS). Alle Reisenden, inklusive Kinder, müssen dies vor Reiseantritt beantragen.
Laut Mitteilung der somalischen Einwanderungsbehörde ist es Cyberkriminellen gelungen, in die somalische E-Visa-Datenbank einzudringen und Daten von ca. 35.000 Personen zu entwenden. Betroffen sind Name, Foto, Geburtsdatum und -ort, e-mail-Anschrift, Familienstand und Wohnanschrift von Antragstellern sowie ggf. Daten des genutzten Zahlungsmittels. Die somalische Einwanderungsbehörde wird betroffene Personen direkt kontaktieren.
Reisende nach „Somaliland“ müssen zusätzlich ein entsprechendes Einreisevisum für Somaliland beantragen; das Visum für Somalia reicht hierfür nicht aus.
- Beachten Sie die geltende Reisewarnung sowie die Hinweise im Abschnitt Sicherheit.
Sicherheit - Reisewarnung:
Vor Reisen nach Somalia sowie in die Gewässer vor Somalia wird gewarnt.
Terrorismus
In Somalia werden regelmäßig schwere Anschläge mit vielen Toten und Verletzten verübt. Ziel dieser Angriffe sind Sicherheitskräfte, Regierungseinrichtungen und deren unmittelbare Umgebung. Auch der abgesicherte Flughafenbereich des Flughafens Mogadischu, die sog. „Green Zone“, in dem sich u.a. verschiedene Botschaften und VN-Einrichtungen befinden, war hiervon in der Vergangenheit betroffen. Er wird immer wieder mit Mörsern beschossen.
Zudem gibt es bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen somalischen Sicherheitskräften/Milizen, unterstützt durch Truppen der Afrikanischen Union, und al-Shabaab-Kämpfern. Mit weiteren tödlichen Anschlägen, auch als Reaktion auf das militärische Vorgehen der Regierung gegen al-Shabaab, muss jederzeit gerechnet werden.
Die Gefahr, Opfer von Attentaten, Überfällen, Entführungen und anderen terroristisch motivierten Gewaltverbrechen zu werden, ist allgegenwärtig. Terroristisch motivierte Entführungen, auch in den Gewässern vor Somalia, kommen immer wieder vor. Milizen und andere Sicherheitskräfte, die nicht der somalischen Bundesregierung unterstehen, folgen oft nicht vorhersehbaren Loyalitäten und können für ausländische Reisende in der Regel keine Sicherheit garantieren.
An Überlandstraßen werden durch Militär, Milizen und Terroristen häufig illegale Checkpoints errichtet.
- Wenn Sie trotz Reisewarnung für beruflich unvermeidbare Aufenthalte nach Somalia reisen müssen, seien Sie sich der erheblichen Gefährdung bewusst und vergewissern Sie sich eines sorgfältig und professionell ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts.
- Treffen Sie mit Ihren Angehörigen umfassende Vorkehrungen für den Fall, dass Sie z.B. wegen eines Anschlags, einer Entführung oder eines Unfalls nicht wie geplant aus Somalia zurückkehren können. Sie sollten beispielsweise Vollmachten für private und berufliche Erledigungen hinterlassen, ein Testament verfassen und Sorgerechtsfragen klären, falls Sie Kinder haben.
- Deutschen Staatsangehörigen, die sich aktuell trotz der bestehenden Reisewarnung in Somalia aufhalten, wird zu einer raschen Ausreise geraten, sofern sie nicht einem belastbaren Evakuierungsregime, z.B. im Rahmen einer VN-Mission, unterliegen.
- Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen stets aufmerksam und vorsichtig.
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Es kommt in Somalia und der Hauptstadt Mogadischu nicht nur zu Anschlägen, sondern auch immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Neben der hohen Gefahr, Opfer von Terrorismus zu werden, besteht eine erhebliche Gefährdung durch Kampfhandlungen sowie kriminell motivierte Gewaltakte.
Im Fall einer Notlage (gesundheitlich, kriminalitäts- oder kriegsbedingt) fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten. Eine konsularische Hilfe kann vor Ort nicht gewährt werden. In Somalia gibt es keine deutsche Auslandsvertretung.
Der Aufenthalt in Somalia ist grundsätzlich sehr gefährlich, insbesondere in der Hauptstadtregion Banadir und den Gliedstaaten Jubaland, South West, Hirshabelle und Galmudug sowie in Teilen Puntlands, in denen der Islamische Staat operiert, wie auch in den umstrittenen Gebieten Sool und Sanaag.
Demonstrationen oder spontane Auseinandersetzungen über die Kontrolle von Checkpoints finden häufiger statt und können jederzeit zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen. Es kann dabei auch zu Straßenblockaden kommen.
Im gesamten Land besteht das Risiko von Landminen.
- Wenn Sie trotz Reisewarnung nach Somalia für beruflich unvermeidbare Aufenthalte reisen müssen, seien Sie sich der erheblichen Gefährdung bewusst und vergewissern Sie sich eines sorgfältig und professionell ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts.
- Deutschen Staatsangehörigen, die sich aktuell trotz der bestehenden Reisewarnung in Somalia aufhalten, wird zu einer raschen Ausreise geraten, sofern sie nicht einem belastbaren Evakuierungsregime, z.B. im Rahmen einer VN-Mission unterliegen.
- Übernachten Sie landesweit nur in von der Sicherheitsabteilung der Vereinten Nationen freigegebenen Unterkünften.
- Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig.
Gliedstaaten Jubaland, South West, Hirshabelle und Galmudug sowie die Hauptstadtregion Banadir
In Teilen Süd- und Zentralsomalias finden Kampfhandlungen zwischen somalischen Sicherheitskräften/Milizen und der militant islamistischen Gruppe al-Shabaab statt, in die auch Kräfte der Afrikanischen Union (AUSSOM) involviert sind. Ferner kommt es immer wieder auch zu Auseinandersetzungen somalischer Milizen untereinander. Die somalische Regierung und AUSSOM können keinen Schutz vor allgemeiner oder terroristischer Kriminalität im Land garantieren.
- Führen Sie keine Überlandfahrten in Süd- und Zentralsomalia durch.
In der Region Mudug, im östlichen Teil der Region Togdheer, in den umstrittenen Gebieten Sool und Sanaag, in Teilen der Region Bari (Bossaso, Galghala-Gebirge), in Gedo sowie in großen Teilen der föderalen Gliedstaaten South West, Hirshabelle und Galmudug muss neben Anschlägen mit Kampfhandlungen gerechnet werden.
Die Sicherheitskräfte in „Somaliland“ können Sanaag in einem vergleichsweise befriedeten Umfeld zwar ein deutlich höheres Maß an Sicherheit im Hinblick auf terroristische Aktivitäten und allgemeine Kriminalität herstellen als in anderen Landesteilen. Dies gilt insbesondere für die westlichen Gebiete (Regionen Awdal und Wooqoyi Galbeed mit den Städten Hargeisa und Berbera). Gefahren, die aus der allgemeinen Terrorgefahr in Somalia resultieren, können jedoch auch für „Somaliland“ nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Überlandfahrten in Puntland und „Somaliland“ müssen aufgrund behördlicher Vorgaben von Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte begleitet werden. Eine vorherige Abstimmung mit den Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ist unabdingbar.
- Stimmen Sie Überlandfahrten in Puntland und „Somaliland“ mit den Sicherheitsbeauftragten von Vereinten Nationen bzw. Europäischer Union ab und führen Sie diese nur im Konvoi und mit Begleitung der Sondereinheiten der jeweiligen Sicherheitskräfte durch.
- Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Es besteht landesweit ein erhebliches Risiko von Entführungen, in geringem Maße auch in „Somaliland“. Mehrere westliche Ausländer wurden in der Vergangenheit entführt.
Gewaltakte durch bewaffnete Gruppen und Banden sowie Armutskriminalität sind im gesamten Land weit verbreitet. Tötungsdelikte, sexualisierte Gewalt, bewaffnete Überfälle und Autodiebstähle („Carjacking“) kommen häufig vor.
- Wenn Sie trotz Reisewarnung nach Somalia für beruflich unvermeidbare Aufenthalte reisen müssen, seien Sie sich der erheblichen Gefährdung bewusst und vergewissern Sie sich eines sorgfältig und professionell ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts.
Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten besteht weiterhin das Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen.
Die von der Europäischen Union durchgeführte Marineoperation ATALANTA ist in einem weiten Einsatzgebiet vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer außerhalb der somalischen Hoheitsgewässer tätig. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen. Trotz der internationalen Bemühungen kann es immer wieder zu Piratenangriffen kommen.
Auch die Registrierung beim Maritime Security Centre und die Anwesenheit von Kriegsschiffen bietet keine Garantie dafür, dass Schiffe nicht von Piraten angegriffen, beschossen oder gekapert werden.
- Sollte Ihre Reise trotz Reisewarnung unbedingt erforderlich sein, informieren Sie sich zur aktuellen Piraterielage beim IMB Piracy Reporting Centre.
- Seien Sie als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern besonders vorsichtig. Nehmen Sie unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Centre vor.
| Name Kurzform: | Somalia | ||
| Name Vollform: | Bundesrepublik Somalia | ||
| Eigenname(n): | Jamhuuriyadda Federaalka Soomaaliya | ||
| Bezeichnung der Staatsangehörigen: | Somalier (in) | ||
| Adjektiv: | somalisch | ||
| Amtssprachen: | Somali | ||
| Hauptstadt: | Mogadishu | ||
| Regierungsform: | Parlamentarische Demokratie | ||
| Staatsoberhaupt: | Hassan Sheikh Mohamud (seit 09.06.2022) | ||
| Regierungschef: | Hamza Abdi Barre (seit 26.06.2022) | ||
| Außenminister: | Ahmed Moallim Fiqi | ||
| Fläche: | 637.657 km² | ||
| Einwohner: | 9.558.666 (Stand Juli 2008) 1 | ||
| Human Development Index: | 0,380 = Rang 193 von 193 2 | ||
| Korruptionswahrnehmungsindex: | 1,0 = Rang 180 von 180 3 | ||
| Nationalfeiertag: | entfällt | ||
| Währung: | Somalia-Schilling = 100 Centesimi | ||
| Mitgliedschaften: | Vereinte Nationen, Afrikanische Union, Arabische Liga, Intergovernmental Authority on Development IGAD (ostafrikanischer Zusammenschluss) 4 | ||
| Unabhängigkeit: | 26.06.1960 Britisch Somaliland 01.07.1960 Italienisch Somaliland Vereinigung am 01.07.1960 |
||
| Zwei- bzw. Drei-Buchstaben-Code nach der Norm DIN EN ISO 3166-1: |
SO/SOM | ||
| Olympische Länderkürzel: | SOM | ||
| Kfz-Kennzeichen: | SP | ||
| Internationale Vorwahl: | +252 | ||
| Internet Top Level Domain: | .so | ||
| Zeitzone Universal Time Coordonné: | + 3 Stunden | ||
| Zeitzone Mitteleuropäische Zeit: | + 2 Stunden |
Auf der Homepage des Auswärtigen Amtes finden Sie unter anderem folgende Informationen:
- Reisewarnung
- Webseiten der deutschen Auslandsvertretungen - Anschriften und Internet-Adressen der deutschen Auslandsvertretungen und der für Deutschland zuständigen fremden Missionen
Quellen: 1 CIA World Factbook, 2 Die Rangliste des Human Development Reports 2022 wurde im Rahmen des Human Development Report 2023/2024 am 13. März 2024 veröffentlicht. 3 Transparency International Korruptionswahrnehmungsindex 2008, 4 Auswärtiges Amt
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