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Bilder - Reiseverläufe

Informations-Steckbrief - Tansania Flagge von Tansania

neu Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes vom 21.05.2026 - Aktuelles

Von nicht notwendigen Reisen in den südlichen Teil der Region Mtwara (unmittelbare Grenzregion zu Mosambik) sowie zu den Inseln und der Küstenregion südlich von Kisiju wird abgeraten.

Lassen Sie bei Reisen nach Tansania besondere Vorsicht walten und achten Sie auf Ihre persönliche Krisenvorsorge!.

Sicherheitslage
Im Zusammenhang mit den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober 2025 kam es in mehreren Landesteilen Tansanias zu teils gewaltsamen Protesten mit zahlreichen Toten. Das Internet war über mehrere Tage vollständig abgeschaltet, die Versorgungslage (Bargeld, Treibstoff, Lebensmittel) sowie der Flugverkehr waren erheblich beeinträchtigt. Die Situation hat sich seitdem stabilisiert, bleibt jedoch angespannt. Erneute Proteste, gewaltsame Auseinandersetzungen, kurzfristig verhängte Ausgangssperren, Internet- und Mobilfunkabschaltungen, Reisebeschränkungen sowie Einschränkungen im Fähr- und Flugverkehr – insbesondere nach Sansibar – können nicht ausgeschlossen werden. Auch Versorgungsengpässe (z.B. bei Treibstoff, Bargeld und Lebensmitteln) sind erneut möglich.

Die Krise im Nahen und Mittleren Osten hat auch Auswirkungen auf die Versorgungslage in Tansania. Die Treibstoffpreise sind seit Anfang April 2026 deutlich gestiegen, an einzelnen Tagen kam es zu kurzfristigen Versorgungsengpässen und Wartezeiten an Tankstellen. Weitere, auch kurzfristige Einschränkungen können nicht ausgeschlossen werden.

Ebolafieber

Am 15. Mai 2026 wurde ein Ausbruch von Ebolafieber in der Provinz Ituri (Demokratische Republik Kongo) gemeldet. Uganda hat ebenfalls am 15. Mai 2026 den Ausbruch des Ebola-Bundibugyo-Virus bestätigt. Die WHO erklärte den aktuellen Ausbruch am 17. Mai 2026 zum „Public Health Emergency of International Concern (PHEIC)“. Laut WHO bestehen derzeit erhebliche Unklarheiten hinsichtlich der tatsächlichen Infektionszahlen, der geografischen Ausbreitung des Ausbruchs sowie der epidemiologischen Verknüpfungen zwischen bestätigten und vermuteten Fällen.

Bislang gibt es keine bestätigten Fälle in Tansania.

Die zuständigen Behörden haben entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet, siehe Einreise und Zoll des Auswärtigen Amtes.

Ebola-Impfstoffe werden grundsätzlich für Kontaktpersonen und Gesundheitspersonal verwendet. Für Reisende ist eine Impfung nicht vorgesehen. Im Gegensatz zu den Ebola-Zaire-Stämmen gibt es derzeit weder zugelassene spezifische Therapeutika noch Impfstoffe gegen das Ebola-Bundibugyo-Virus.

Sicherheit
Siehe Aktuelles

Von nicht notwendigen Reisen in den südlichen Teil der Region Mtwara (unmittelbare Grenzregion zu Mosambik) sowie zu den Inseln und der Küstenregion südlich von Kisiju wird abgeraten.

Lassen Sie bei Reisen nach Tansania besondere Vorsicht walten und achten Sie auf Ihre persönliche Krisenvorsorge!

Terrorismus
Es besteht ein Risiko für terroristische Anschläge in allen Regionen des Landes, insbesondere auch in der Stadt Daressalam. Als mögliche Ziele kommen besonders Orte mit Symbolcharakter in Frage. Dazu gehören bekannte Sehenswürdigkeiten, Regierungs- und Verwaltungsgebäude, ausländische Botschaften, Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlungsstätten sowie generell größere Menschenansammlungen.

In der Vergangenheit gab es Anschläge sowohl auf dem Festland als auch auf Sansibar. Dabei wurden Gotteshäuser und religiöse Führer angegriffen. Die Hintergründe blieben häufig unklar. In der Region Mtwara nahe der Grenze zur Provinz Cabo Delgado in Mosambik besteht weiterhin die Gefahr terroristischer Angriffe; die Lage dort bleibt weiterhin volatil.

Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden.

Innenpolitische Lage
Die Lage in Tansania bleibt nach den teils gewaltsamen Ausschreitungen im Zuge der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Oktober 2025 volatil. Weitere Demonstrationen und gewaltsame Auseinandersetzungen können nicht ausgeschlossen werden.

Auf dem teilautonomen Sansibar ist die politische Lage derzeit stabil.

Kriminalität
Die Kriminalität ist im gesamten Land relativ hoch und ist weiter angestiegen. Neben Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, aber auch Überfällen häufen sich Entführungen mit Gelderpressung. Hierbei werden Ausländer von angeblich hilfsbereiten Passanten oder angeblichen Taxifahrern angesprochen und Unterstützung wie Mitfahrgelegenheiten angeboten, um sie anschließend auszurauben und/oder unter Androhung von Gewalt zu zwingen, Bargeld vom Geldautomaten abzuheben. Insbesondere Fahrten mit Kleinbussen und nicht näher bekannten Taxifahrern oder durch Bekannte vermittelte Taxifahrten sind gefährlich.

Fahrten mit dem Fahrrad und Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden - dies gilt auch für Strandspaziergänge auf Sansibar. Es sind mehrere Fälle bekannt, bei denen Ausländer gezwungen wurden, durch Anrufe bei Familie oder Bekannten Geldtransfers zu erwirken. Im ganzen Land und insbesondere in den Touristenhochburgen (Arusha, Sansibar, Daressalam und Morogoro) nimmt diese Art der Kriminalität signifikant zu. Bevorzugte Plätze sind Bahnhöfe, Fähranlegestellen und Busstationen, aber auch zunehmend Wohngebiete, etwa Oyster Bay und Masaki in Daressalam.

Bei Angriffen auf Fahrzeuge wird versucht, Wertsachen durch offene Fenster und nicht verriegelte Autotüren zu entwenden.

Nicht bewachte Strände und einsam gelegene Gegenden, aber auch Strände in den Küstenstädten sind besonders gefährlich (inklusive Sansibar).

Es häufen sich zudem Fälle, bei denen Fußgängern Taschen oder Rucksäcke von Dieben auf vorbeifahrenden Motorrädern oder aus Autos heraus gewaltsam entrissen werden, oft mit erheblicher Gefahr für Leib und Leben.

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden.

Name Kurzform:   Tansania  
Name Vollform:   Vereinigte Republik Tansania  
Eigenname(n):   United Republic of Tanzania, Jamhuri ya Muungano wa Tanzania  
Bezeichnung der Staatsangehörigen:   Tansanier (in)  
Adjektiv:   tansanisch  
Amtssprachen:   Englisch, Kisuaheli  
Hauptstadt:   Dodoma  
Regierungsform:   Präsidialsystem mit Premierminister und Unionsregierung für Tansania, eigene Regierung für Sansibar mit Teilautonomie unter Leitung eines Präsidenten  
Staatsoberhaupt:   Samia Suluhu Hassan (seit 19.03.2021 - Wiederwahl am 29.10.2025)  
Vizepräsident:   Dr. Emmanuel John Nchimbi (seit 03.11.2025)  
Regierungschefin:   Samia Suluhu Hassan (seit 19.03.2021 - Wiederwahl am 29.10.2025)  
Außenminister:   Mahmoud Thabit Kombo (seit 21.07.2024)  
Präsident von Sansibar::   Hussein Ali Mwinyi (seit 03.11.2020 - Wiederwahl am 29.10.2025)  
Fläche:   945.087 km²  
Einwohner:   40.213.162 (Stand Juli 2008) 1  
Human Development Index:   0,532 = Rang 167 von 193 2  
Korruptionswahrnehmungsindex:   3,0 = Rang 102 von 180 3  
Nationalfeiertag:   26. April (Jahrestag der Vereinigung von Tanganjika und Sansibar zu Tansania im Jahre 1964)  
Währung:   Tansania-Schilling = 100 Cent  
Mitgliedschaften:   Vereinte Nationen und ihre Sonderorganisationen, Southern African Development Community (SADC), East African Community (EAC), Afrikanische Union (AU), G-77 (Non-Aligned Movement), Welthandelsorganisation (WTO) 4  
Unabhängigkeit:   09.12.1961 Tanganjika von Großbritanien
10.12.1963 Sansibar von Großbritanien
 
Zwei- bzw. Drei-Buchstaben-Code
nach der Norm DIN EN ISO 3166-1:
  TZ/TZA  
Olympische Länderkürzel:   TAN  
Kfz-Kennzeichen:   EAT  
Internationale Vorwahl:   +255  
Internet Top Level Domain:   .tz  
Zeitzone Universal Time Coordonné:   + 3 Stunden  
Zeitzone Mitteleuropäische Zeit:   + 2 Stunden  

Auf der Homepage des Auswärtigen Amtes finden Sie unter anderem folgende Informationen:

Quellen: 1 CIA World Factbook, 2 Die Rangliste des Human Development Reports 2022 wurde im Rahmen des Human Development Report 2023/2024 am 13. März 2024 veröffentlicht. 3 Transparency International Korruptionswahrnehmungsindex 2008, 4 Auswärtiges Amt

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